Georgsmarienhütter stellen eigenen Gin her

Michael Sander und Rene StrothmannGin 049 auch im „La Vie“

Rene Strothmann und Michael Sander hatten eine Schnapsidee.
Die beiden Geschäftsmänner aus Georgsmarienhütte haben ihren eigenen Gin auf den Markt gebracht. Eigentlich war „Gin 049“ nur als Hobby gedacht. Mittlerweile kommen aber sogar Anfragen aus den USA.

Die Geschichte des „Gin 049“ beginnt mit einem Problem: „Ich vertrage kein Bier“, sagt Rene Strothmann. Und das ausgerechnet hier in der Region! Da der GMHütter dem Alkohol jedoch nicht generell abgeneigt ist, entwickelte er mit den Jahren eine feine Zunge für verschiedene Geschmacksrichtungen. Nach den klassischen Gin-Sorten wie Bombay oder Gordon‘s probierte er ausgefallenere Sorten. „Es kommen ja gefühlt monatlich neue Produkte auf den Markt“, sagt Rene Strothmann. Tatsächlich: Gin boomt. In vielen deutschen Städten wird eigener Gin hergestellt, beispielsweise Gin Sul aus Hamburg oder „Monkey 47“ aus dem Schwarzwald. Auch diese Gins hat Rene Strothmann ausprobiert. Wirklich geschmeckt haben sie ihm allerdings nicht. „Da haben wir uns gedacht: Das können wir auch.“

 Bio-Gin aus der Region

Um es kurz zu machen: Nee, konnten sie nicht. Denn nachdem sämtliche nötigen Lizenzen für die Gin-Brennerei vorlagen, hatten sich die beiden Geschäftspartner Bücher gekauft, sich eingelesen und waren schließlich („was eher selten ist“) zu der Erkenntnis gekommen, dass sie das Destillieren doch lieber einem Profi überlassen, „ehe einer von uns noch erblindet“, so Michael Sander.

Da sich das Unternehmen SanderStrothmann sonst mit Kosmetik und Gesundheitsprodukten beschäftigt, haben die beiden Unternehmer vom Harderberg gute Kontakte und sind so mit der Destillerie Dwersteg aus Steinfurt ins Geschäft gekommen, die einen organischen Ansatz hat. Denn der „Gin 049“ ist ein organischer und regionaler Gin: Das Getreide und die Wacholderbeeren sind unbehandelt, der Salbei stammt aus dem Teutoburger Wald. „Das schmeckt man tatsächlich auch“, verspricht Michael Sander. Der Bio-Alkohol sei geschmacklich milder und mache übrigens auch nicht so einen schlimmen Kater. Dabei hat der „Gin 049“ mit einem Alkoholgehalt von 49 Volumenprozent deutlich mehr Umdrehungen als die meisten anderen Gin-Sorten, die eher bei 37,5 bis 43 Prozent liegen. „Damit kann man wunderbar ein Schweinefilet flambieren, das brennt wie Zunder!“, sagt Rene Strothmann.

Nach etwa dreimonatigem Probieren und Verhandeln mit der Familiendestille waren die beiden Freunde schließlich zufrieden mit dem Geschmack. Da das ganze Gin-Projekt tatsächlich als Hobby angelegt und laut Sander eine Art „meditativer Ausgleich“ zu ihrem sonst stressigen Beruf ist, haben die beiden die ersten Flaschen auch von Hand abgefüllt und auf jeden einzelnen Korken selbst ein „049“ gebrannt. „Das haben wir bei uns auf der Terrasse gemacht, hat ganz schön gestunken“, sagt Rene Strothmann, und Sander ergänzt: „Der Gin ist einfach unsere Art von Modelleisenbahn.“

Gin 049 im La Vie

Mit 49 Freunden haben sie schließlich im vergangenen Dezember (Kalenderwoche 49) im Café Zeno in Osnabrück ihren eigenen Gin gefeiert – und völlig unerwartet nach kürzester Zeit 50 Flaschen verkauft. Noch unerwarteter: Kurz darauf haben sich zahlreiche Gastronomen bei den GMHüttern gemeldet, darunter auch das Drei-Sterne-Restaurant „La Vie“ . Dabei sei das Produkt mit 39 Euro („49 Euro wären natürlich schöner“) eigentlich viel zu teuer für den Markt. „Wir haben das ja nie wirklich durchkalkuliert“, sagt Strothmann. Mittlerweile wurden sie schon vom Tonic-Water-Hersteller Thomas Henry angesprochen, auch aus San Francisco, wo organisch produzierte Lebensmittel im Trend liegen, kamen bereits erste Anfragen. „Aber natürlich wird unser Gin kein Welterfolg werden. Wir freuen uns über das Interesse jedes kleinen Getränkehändlers“, sagt Rene Strothmann. So ist der Gin in Osnabrück nicht nur in Restaurants wie dem „Tatort“, dem „Fricke Blöcks“ oder dem „Zimmer Nr. 4“ zu haben – man kann sich auch einfach eine Flasche im Café Zeno oder bei Getränke Schröder kaufen. Die Aufschrift auf den Korken brennen die beiden Gin-Fans dabei immer noch von Hand. „Mittlerweile schaffen wir etwa 30 Stück in zwei Minuten.“

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